Kuchen

10 Jahre Blogi! – Und es gibt gesünderen Apfelmarkkuchen

10 Jahre Blogi, ist das nicht verrückt?! Zwar ist seit fast einem halben Jahr hier nichts mehr passiert, doch hängt mein Herz auch jetzt noch sehr an diesem Projekt und würde ich, theoretisch, gern viele tolle Ideen und Rezepte hier mit euch teilen. Aber das Leben- oder seien wir ganz genau- die Kinder platzen doch meist dazwischen und das ist auch ganz gut so. Dennoch wollte ich diesen Anlass (10 Jahre! Verdammig!) nutzen, um euch mal wieder ein Rezept zu zeigen, das ich sehr sehr gern mag. Zwar wäre eine mega Sahnetorte dem Anlass entsprechender, da ich zwecks Corona jedoch nicht unbedingt große Lust hatte, hart zu zelebrieren, gab es diesen alltagstauglichen, gesünderen Apfelmarkkuchen, den man fast mit gutem Gewissen naschen kann. Wenn der ganze Terz irgendwann vorbei sein sollte, möchte ich auf jeden Fall eine Kuchensause mit lieben Menschen machen und freue mich schon jetzt so so sehr darauf. <3

Überhaupt- wie geht es euch denn mit der aktuellen Situation und Isolation? Wir kommen meist recht gut zurecht, eigentlich ist es ja wirklich wie ein laaaanger Urlaub (zu Hause, möp), aber es fühlt sich oft auch einfach grausig an. Gezwungen und eingesperrt irgendwie und dem großen Kinde fehlen seine Kumpels auch sehr. Der Mini quakt dauernd nach dem Nichtenkind (die beiden sind sehr sehr gute Freunde <3) und ich wäre einfach gern auch mal wieder allein, wieder individuell, wieder selbständig in der Welt da draußen unterwegs. Ganz sicher könnte es viel viel schlimmer sein, aber diese Stimmung schwebt immer über allem und Leichtigkeit und Unbeschwertheit sind so selten Teil dieser Zeit. Deswegen bleiben wir auch brav in unserem Familienverband und hoffen einfach sehr, dass es ganz bald wieder besser wird. Denn was ist schon „normal“?

Das Schöne an der „vielen freien Zeit“ (mit Kindern ja nun nur so halb der Fall) ist ja, dass man häufiger zum Backen kommt. Das Blöde daran wiederum ist, dass die Brut oftmals nicht so viel draußen sein mag, wie es mir lieb wäre, so dass ich nicht die ganze Zeit nur Backwerk futtern kann, ohne aufzugehen, wie ein Hefekloß. Ein Teufelskreis. ;-) Deswegen eben heute zur Feier des Tages ein Kuchen, den man auch an 2 Tagen in der Woche essen kann, da er ohne raffinierten Zucker und mit vielen guten Inhaltsstoffen daherkommt. Das Rezept habe ich von bakeitnaked.de, einem sehr schönen Blog für zuckerfreie Ernährung und es ist so fein, dass ich nur nach dem nächsten Anlass suche, um den Kuchen wieder zu backen. :-)

Nun denn- auf die nächsten 10 Jahre, oder wie es sich ergeben wird. ;-) Bleibt gesund und optimistisch und auf hoffentlich ganz bald! :-)

Gesünderer Apfelmarkkuchen

Zutaten (für eine 18er Springform und etwa 8 kleine Stücke)

Boden
60 g Datteln
30 ml Hafermilch (oder andere Pflanzenmilch)
75 g Dinkelmehl (oder Roggenmehl)
75 g gemahlene Mandeln
35 g Kokosöl (oder Butter), geschmolzen
2 TL Backpulver

Füllung
1 Apfel
400 g Apfelmark
1 Päckchen Vanillepuddingpulver
6 EL Hafermilch
2 EL Ahornsirup

Streusel
50 g Haferflocken
50 g gemahlene Mandeln
2 EL Apfelmark-Vanillepudding-Mischung
1 EL Kokosblütenzucker
evtl. etwas Zimt

Zubereitung

  1. Für den Boden die Datteln mit der Hafermilch pürieren. Mehl mit gemahlenen Mandeln und Backpulver vermischen, dann zum Dattelmix geben, ebenso Kokosöl hinzufügen und alles zu einem leicht klebrigen Teig kneten. In Folie wickeln und kalt stellen.
  2. Den Backofen auf 180°C Ober-/Unterhitze vorheizen.
  3. Für die Füllung den Apfel schälen und in dünne Spalten schneiden. Das Apfelmark in einem Topf erhitzen. Das Vanillepuddingpulver in einer Schüssel mit der Hafermilch und dem Ahornsirup verrühren und zum Apfelmark geben, sobald dieses köchelt. Etwa 5 Minuten unter Rühren sachte köcheln lassen, dann vom Herd nehmen.
  4. Für die Streusel alle Zutaten (Achtung, die Apfelmark-Mischung ist natürlich noch heiß) verkneten, je nach Geschmack mit etwas Zimt würzen. Dann Streusel daraus „formen“.
  5. Nun den Teig aus dem Kühlschrank holen und in eine leicht gefettete Springform (18 cm) geben, gut in der Form verteilen und dabei einen Rand hochziehen. Die Apfelscheiben auf dem Boden verteilen und auch am Rand entlang aufstellen, dann die Apfelmarkfüllung hineingeben und die Streusel obenauf verteilen.
  6. Im heißen Ofen ca. 35 Minuten backen, bis die Streusel hübsch gebräunt sind und die Bude köstlich duftet. Komplett abkühlen lassen und ggf. mit einem Klacks Sahne genießen.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.