Rezeptreihe. Norwegen

Norwegenwoche Tag 6: Brunost

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Also, ich hab mir das noch mal überlegt. Eigentlich hatte ich nur 6 Tage für diese Norwegenwoche geplant, aber irgendwie is das Quatsch. Schließlich hätte ich euch in diesem Fall die heutige Produktvorstellung nicht zeigen können, was ja mal gar nicht geht. Deswegen habe ich ganz spontan noch einen Beitrag eingeschoben und präsentiere ganz glücklich: Brunost.

Brunost ist ein norwegischer Ziegenkäse, der ganz lange eingekocht wird und dabei karamellisiert. Das verleiht ihm zwar eine seltsame, kneteartige Konsistenz, aber einen ganz und gar wunderbaren Geschmack, wenn man denn die Kombination von süß und herzhaft mag und vor allem auf Ziegenmilchprodukte abfährt. Da ich all das super finde, mag ich diese norwegische Spezialität natürlich sehr sehr gern. (Der Knabe übrigens auch, jihaaa!)

Ja, wie benutzt man diesen Käse denn so? Ich habe, zugegeben, recht lange darüber nachgedacht und kam zuerst auf keine großartige Idee. Klar, auf ein gebuttertes Schnittchen kann man ihn sofort legen. Aber das ist natürlich etwas öde. Deswegen hier drei kleine, feine Ideen:

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1) Wie gesagt- das Butterbrot. Aber für den gewissen Pfiff empfehle ich ein paar zerkrümelte Chips, zum Beispiel mit Honig-Senf-Geschmack, als Topping. Das gibt Würze und Textur und erinnert mich persönlich immer an einen schönen Urlaub in Irland vor vielen vielen Jahren (ähäm…), als wir völlig durchnässt in ein gemütliches Hostel einkehren mussten… hach.

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2) Brunost im Salatdressing. Dafür den Käse etwas klein schneiden, mit Joghurt pürieren und mit Salz, Pfeffer, etwas Honig und hellem Balsamico abschmecken. Die Joghurt- und Käsemengen sind hier nicht festgelegt, man muss nur ein bisschen experimentieren. Ich habe das Dressing dann über geraspelte Möhren und Gurken gekippt, für gewöhnlich bevorzuge ich aber Rotkohl und Karöttchen. Ein paar geröstete Sesamkörner und etwas gehackte Petersilie obendrauf und voilà, der Knaller. (Ziegenfrischkäse passt hier sogar fast noch besser, als Brunost, und ist ja überall erhältlich.)

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3) Brunost auf Zimtschnecken. Oh ja, wirklich. Ich kam so ganz spontan auf die Idee, ein Zimtschneckchen mit dem karamelligen Glück zu überbacken und fand es ganz wunderbar. Aber auch in diesem Fall muss man natürlich auf süße Dinge mit herzhafter Note stehen.

Jap, das wäre es. Sicherlich gibt es noch viele andere Möglichkeiten, den Karamellkäse zu verwenden, wenn ihr spannende findet, lasst mich doch daran teilhaben. Apropos finden- ich habe den Brunost bei Perfetto aufspüren können, aber sicher gibt es den auch in anderen umfangreichen Käsetheken. Dort nennt er sich eventuell auch Nordgold oder so. Zudem gibt es in der aktuellen Lecker-Ausgabe (März 2016) ein Rezept mit Brunost auf Waffeln, klingt auch ziemlich spannend.

So denn, morgen gibt es dann wirklich (!) das letzte Rezept dieser kleinen nordischen Reihe. Bis dahin wünsche ich euch schon mal ein schickes Wochenende. : )

2 Comments

  1. Melanie

    Liebe Maike,
    das hört sich alles super lecker an…und ich steh definitiv auf herzhaft in Kombi mit süß!!
    Den leckeren Brunost bekommt man bestimmt nur im Internet zu kaufen, oder?
    Wie spricht man denn den karamelligen Käse aus?
    LG Melanie

  2. maike

    Liebste Melanie,
    „Brünust“ spricht man das karamellige Glück in etwa, hat nichts mit Bruno zu tun oder so. :-D Und tatsächlich findet man ihn beim Karstadt im Perfetto, in der Käsetheke. Zur Not einfach fragen. (Dort heißt er Nordgold oder so.)
    Dann hoffe ich, du magst ihn auch!
    Bis bald, meine Liebe, ahoi!

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