Herzhaftes, vegetarisch

Walnusspesto

Pesto ist klassisch, Pesto ist einfach, Pesto ist schnell und…Pesto ist gut. Wikipedia beschreibt es so:

„Pesto (von italienisch pestare, „zerstampfen“) ist eine pastose, ungekochte Würzsauce, die in der italienischen Küche meist zu Nudeln gereicht wird.“ (Quelle: wikipedia.de)

Und da sieht man schon all die Vorteile- man muss diese Pastabegleitung nicht kochen, sondern einfach nur zermahlen, zerschreddern oder sonst wie zermanschen. Deshalb ist diese Sauce auch sehr schnell gefertigt, wenn man sich nicht (so wie ich) unendlich viel Zeit beim Basilikumpflücken lässt. Aber wer hätte auch gedacht, dass 25 g Basilikumblätter schon fast die ganze Pflanze sind…? : ) Hinzukommt, dass man das Pesto beliebig abwandeln kann.
Man kann zwar Pinienkerne nehmen- und ich bin mir sicher, dass es dann dem Pesto- Original am nächsten kommt- oder aber man nimmt eine andere Sorte Nüsse, wie ich Walnüsse genommen habe. (Es gab nämlich keine Pinis in meinem Billigdiscounter, wie immer.) Man muss auch kein Basilikum nehmen, denn nicht jeder mag diese Pflanze, man kann auch andere Kräuter oder sogar Rucola benutzen. Wer keinen Knoblauch mag, lässt ihn einfach weg und wer mal wieder vergessen hat, die Olivenölvorräte zu überprüfen, kann stattdessen auch ein neutraleres Öl benutzen- das musste ich gestern machen und na ja, es hätte mit Olivenöl sicher besser geschmeckt. Auf den Parmesan könnte ich persönlich nicht verzichten, aber auch da kann man für Ersatz sorgen.
Rum wie num, am Ende kommt meist eine dickflüssige, grüne, sehr sehr ölige, aber doch äußerst schmackhafte kalte Sauce heraus, die sich liebend gern an al dente gekochte Spaghetti (ohne s am Ende) schmiegt. Mit etwas Parmesan, den man locker flockig drüberhobelt, und ein paar dekorativen Basilikumblättchen obenauf kann dieses äußerste schnelle Gericht bereits serviert werden. Uns hat es sehr gut geschmeckt und das restliche Pesto wird in den nächsten Tagen vermutlich als Brotaufstrich seine Verwendung finden. Oh, so good. : )

Rezept

Pesto

Zutaten (ergibt 350 g Pesto)

  • 50 g frische Basilikumblätter (–> man sollte gleich zwei Kräutertöpfe kaufen; an einem sind nur rund 30 g Blätter dran, deshalb habe ich nur die Hälfte aller Zutaten genommen)
  • 45 g Pinienkerne (–> oder Walnüsse, Pekannüsse…)
  • 2 Knoblauchzehen, zerdrückt
  • 25 g Parmesan, gerieben
  • 240 ml bestes Olivenöl
  • Salz und Pfeffer

Zubereitung

  • Die gewaschenen Basilikumblätter zusammen mit Pinienkernen, Knoblauch und Parmesan im Mixer (–> zur Not auch mit dem Pürierstab) zu einer Paste vermengen.
  • Bei laufender Maschine das Öl in einem dünnen Strahl zugeben und alles zu einer dickflüssigen Creme verrühren- bei Bedarf 1- 2 EL Öl mehr zugeben.
  • Pesto mit Salz und Pfeffer würzen. Zu Nudeln, Sandwiches, … reichen.

Dieses Rezept ist, laut Beschreibung, ei-, gluten- und nussfrei, es wird aber dringlichst darauf hingewiesen, dass manche Allergiker, die gegen Baum- und Erdnüsse allergisch sind, auch auf Pinienkerne schlecht reagieren, manche sie aber vertragen.
Zudem ist für eine milcheiweißfreie Zubereitung folgendes geschrieben: Für ein milcheiweißfreies Rezept ersetzen Sie den Parmesan durch eine entsprechende Menge milcheiweißfreien Käseersatz, oder lassen Sie ihn einfach weg.

Das Rezept kommt mal wieder aus dem „Allergikerkochbuch“, geschrieben von Alice Sherwood, erschienen im DK-Verlag.

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