Herzhaftes, vegetarisch

Kichererbsenburger

Ein paar Worte zum Fleisch vorweg: Ich mag Fleisch. Ich esse gerne Gericht damit, beim Gedanken an eine ordentliche Bolognese läuft mir stets das Wasser im Mund zusammen, Hühnchen mag ich in fast jeder Form und Wurst, ja, die darf auch nicht fehlen. Und trotzdem ernähre ich mich gerade sehr fleischarm und suche nach leckeren Alternativen für- pardon- tote Tiere. Ja ja, die armen Viecher… Ist doch aber so, die sind ganz schön arm dran. Ich würde jetzt gern mit tollen, bunten Statistiken kommen um zu erläutern, wie viele Tiere jedes Jahr hierzulande geschlachtet werden, aber das würde von den doch ganz gut gelungenen Bildern ablenken. Ähäm, ja. Jedenfalls essen die Deutschen sicherlich viel zu viel Fleisch (Quelle: meine eigene Einschätzung) und wenn man sich mal die Haltungsbedingungen vorstellt, dann tun sie einem doch leid, die Kleinen. Deswegen gibt’s bei mir jetzt nur noch selten Fleisch und Wurst, wenn möglich aus dem Bioladen, denn die Verkäuferinnen meinten auf meine Frage, ob die Tiere vom Biohof denn glücklich wären: „Die lachen die ganze Zeit.“ Na, wenn das mal nichts ist. Grinsendes Fleisch schmeckt sicher viel besser und ich möchte es einfach bewusst genießen, wenn ich ein Lebewesen verzehre, das extra für mich sein Leben gelassen hat. Das bin ich ihm doch irgendwie schuldig. Und damit meine ich nur mich, Euch ist es natürlich weiterhin überlassen, wen und was ihr esst. ; ) So, das wollte ich nur mal geschrieben haben, um zu erläutern, weshalb es hier so fleischlos ist, zur Zeit.

Weiter also im Text. Diese Burger. Oh ja, die sind fein und übrigens ganz ohne Fleisch. ; ) Dafür aber sehr sehr lecker, wenn man denn Kichererbsen mag. Der Liebste mag sie leider nicht, aber das stört nicht weiter, da bleibt mehr für mich. Man hat eigentlich keinen Bratling im Burger, sondern einen Burgerbratling, der als Brötchen fungiert. Also, wenn man es ganz genau nehmen will, eine vegetarische, gefüllte Boulette. Rein kommt übrigens, was man so mag- Gurke, Radieschen, Salat, Sprossen und ein Scheibchen Cheddar waren dies bei mir. Damit das Ganze nicht trocken wird, kommt noch ein rasant zubereiteter Knobijoghurt, nennen wir es Zaziki, obenauf.

Ich finde ja, dass diese Burger einfach vorzüglich waren und ganz sicher eine tolle Alternative für das übliche Grillgut. Also, probiert sie aus und lasst sie Euch schmecken. Oder guckt Euch nur die hoffentlich deliziösen Bilder an. Habt eine tolle Woche! : )

 

Kichererbsenburger

Zutaten (für 4 kleine Burger und 2 Personen)

– 1 Dose Kichererbsen
– 2 Eier
– 1 Prise Salz
– 1 kleine rote Zwiebel, fein gehackt
– 40 g Sprossen, bunt gemischt (z.B. Rettich- oder Mungobohnensprossen)
– 1 Spritzer frischer Zitronensaft
– 50 g Paniermehl
– etwas Öl zum Braten
– frisches Gemüse zum Belegen, geputzt und in feine Scheiben geschnitten (z.B. ½ Gurke, einige Radieschen, Sprossen, Salat, …)
– 4 Scheiben Käse (z.B. Cheddar)

 

Für die Sauce

– 150 g Joghurt
– 1 große Knoblauchzehe, abgezogen und gepresst
– ¼ Gurke, geschält und fein geraspelt
– Salz, Pfeffer und Zucker zum Abschmecken

 

Zubereitung

1. Die Kichererbsen abtropfen lassen und zusammen mit den Eiern fein pürieren. In eine Rührschüssel umfüllen und mit einer Prise Salz würzen. Die gehackte Zwiebel und die gewaschenen Sprossen untermischen, einen Spritzer Zitronensaft hinzufügen und vermengen. Das Paniermehl untermengen, bis ein leicht klebriger, aber doch fester Teig entstanden ist. Ggf. noch etwas Paniermehl zugeben.

2. Etwas Öl in einer großen Pfanne bei mittlerer Hitze erwärmen und die Bratlinge hinein geben, mit einem Deckel abdecken. Von jeder Seite ca. 7 Minuten braten, bis die Fladen hübsch gebräunt sind. Aus der Pfanne nehmen, kurz abkühlen lassen und dann jedes Kircherbsenküchlein vorsichtig mit einem scharfen Messer halbieren.

3. Für die Sauce alle Zutaten glatt rühren und mit Salz, Pfeffer und Zucker abschmecken.

4. Nun die Burger zusammensetzen: Eine Hälfte der Kichererbsenteilchen mit etwas Sauce bestreichen, etwas Salat und dann Gemüse darauf verteilen, je eine Scheibe Käse auflegen. Mit der anderen Hälfte belegen und genießen.

Dieses tolle Rezept habe ich übrigens hier gefunden.

4 Comments

  1. aNNi#

    Boah delicious (: Und die Farben!! Wird auf jeden Fall nachgemacht…

  2. maike

    Jajaja, nachmachen! Ist wirklich lecker fein! : )
    Und was die Farben betrifft- was man nicht alles mit ein wenig Photoshop herauskitzeln kann… Hi hi.

  3. Meine Güte, wie lecker sieht das denn aus?
    Das muss ich mal probieren.
    Danke für’s Appetit machen und die Anregung.

  4. maike

    Und wie es erst schmeckt, ich sag’s dir. Lecker. Probier’s unbedingt aus und berichte dann, ja? : )

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