Kleingebäck

Marmorkuchen

Ich habe ab und zu die Angewohnheit, Dinge nachzubacken, die ich irgendwo anders schon mal gegessen und für lecker befunden habe. Das fing damit an, dass ich versucht habe die Weihnachtsmarktwaffelcreme (was ein Wort… ; ) ) nachzubasteln und mich dazu brachte, am Wochenende einen Schokomarmorkuchen zu backen, wie es den in einer Kaffeebar (in der ich zufällig arbeite) auch gibt. Dort ist der Schokomarmorkuchen richtig schön saftig und weich und schokoladig und einfach toll. Das wollte ich natürlich auch haben.

Zur Auswahl standen zwei Rezepte, eines, das nur mit Öl und dafür ganz vielen Eiern gemacht wurde und ein anderes, das zum Großteil aus Butter bestand. Ganz klar eigentlich, wofür man sich entscheiden sollte- natürlich für die Butter. Denn die schmeckt einfach besser. Ich habe mich allerdings vom Bild leiten lassen- und da war das Ölrezept der Sieger. Sah sehr fluffig aus und das Bild im „Butterbuch“ : ) wirkte eher trocken. Nun ja, um zum Punkt zu kommen- der Backvorgang war simpel, der Rohteig schmeckte sehr nach Ei, so wie auch der fertige Kuchen. Der Eigeschmack war zwar vorrangig und der Kakao kam nur ein wenig durch, dafür war die Konsistenz nah am Vorbild dran. Richtig weich und irgendwie federnd. Feinst.
Auch wenn der Kuchen geschmacklich nicht ganz an das gewünschte Ideal herankam (ich muss zugeben, das ist auch verdammt schwierig), bot er dennoch einen weiteren Vorteil- er war laktosefrei. Man sollte natürlich die Glasur dann auch ohne Milch, also mit dunkler Kuvertüre, gestalten, dann kann jeder richtig reinhauen, der keine Eiallergier hat, oder Veganer ist, oder Gluten nicht verträgt, oder… : ) Für einen butterfreien Kuchen war er jedenfalls ziemlich saftig. : )

Rezept

Marmorkuchen- laktosefrei

Zutaten (für eine Napfform 22 cm Durchmesser–> 12 Stück)

  • 6 Eier
  • 200 g Zucker
  • 150 ml Rapsöl
  • 6 EL kaltes Wasser
  • 200 g Mehl
  • 5 EL Kakao
  • laktosefreie Margarine (oder Öl) und Mehl für die Form
  • Puderzucker zum Bestäuben oder dunkle Kuvertüre zum Bestreichen

Zubereitung

  • Die Eier trennen. Die Eigelbe mit dem Zucker schaumig schlagen. Das Öl in dünnem Strahl unter Rühren zufügen. 6 EL kaltes Wasser unterrühren, dann das Mehl unterheben.
  • Die Eiweiße steif schlagen. Den Eischnee unter den Teig heben. Den Backofen vorheizen.
  • Eine Napfkuchenform dünn mit Margarine (oder Öl) einfetten und mit etwas Mehl bestäuben. Zwei Drittel des Teiges in die Form füllen. Das letzte Drittel mit dem Kakao verrühren und auf dem hellen Teig verteilen.
  • Mit einer Gabel die beiden Teige spiralförmig so ineinander ziehen, dass eine Marmorierung entsteht.
  • Den Kuchen im Ofen bei 175 °C (Mitte, Umluft 160 °C) ca. 40 Minuten backen. In der Form etwas abkühlen lassen. Auf ein Kuchengitter stürzen, auskühlen lassen und mit Puderzucker bestäuben. (Oder mit über dem Wasserbad geschmolzener Kuvertüre bepinseln.)

Es stand auch noch eine Nährwertangabe mit drin, die ich jetzt mal weiter gebe:

Pro Stück: 265 kcal, 6 g Eiweiß, 13 g Fett, 30 g Kohlenhydrate. Geht doch : )

Das Rezept kommt aus „Gesund essen bei Laktoseintoleranz“, geschrieben von Simone Maus und Britta- Marei Lanzenberger, erschienen im GU Verlag. Merci pour ca.

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