Kuchen

Nusskuchen

Bei uns auf Arbeit gibt es jetzt eine Neuerung- und die nennt sich die Samstagsregel. Das heißt, dass jeder, der an einem Samstag/Sonnabend ; ) arbeitet, etwas zu Essen für alle mitbringen muss. Oder soll . Oder darf. Der Vorteil an dieser Regel ist schnell gesehen, denn so kann man weder vergessen, etwas zum Futtern mitzunehmen, noch kommt man in die Verlegenheit, alte Schnitten anzuschleppen. Man kann futtern und genießen, bis einen die Arbeit an die Kaffeemaschinchen zwingt und da wäre auch schon der Nachteil- wenn man ansonsten an einem stressigen Tag eigentlich kaum was zwischen die Zähnchen bekam, fühlt man sich nun wie im Schlaraffenland und schlägt auch ordentlich zu. Nun gut, man trainiert sich ja die überflüssigen Kalorien beim Milchkannenstemmen und beim Abräumjogging wieder ab und somit ist es eine doch eher positive Regelung. Ausserdem wird immer wieder leckerstes, frisches Obst angebracht und deshalb ist die Schoki auch nur halb so schlimm. Die Pointe von dieser kleinen Geschichte ist allerdings, dass ich zum letzten Samstagsgelage einen feinsten Nusskuchen mitbrachte- abgewandelt nach einem Rezept von Sophie Dudemaine.
Ich mochte schon den Teig sehr gern, ein ganz gewöhnlicher Rührteig, verfeinert mit ein paar halbierten Haselnusskerne. So simplistic, so good. Fertig gebacken habe ich ihn noch mit ein paar Esslöffeln Orangensaft getränkt, wobei man das später nicht wirklich herausgeschmeckt hat. Dann habe ich ihn fachmännisch eingepackt und mit auf Arbeit genommen und dort waren alle sehr begeistert. „Man erwartet von einem Nusskuchen eine eher feste Konsistenz, aber dann kommt so ein Wölkchen daher- und plötzlich beißt du auf eine Nuss…“ Jaaa, solche guten Kritiken habe ich bekommen und das freut mich natürlich sehr. Tatsächlich war der Kuchen schön fluffig und doch saftig und auch wenn ich keine gemahlenen Nüsse in den Teig gemischt hatte, war er wunderbar nussig. Lecker lecker. Ins Originalrezept sollten Cashewnüsse , getrocknete Bananenchips und eine Gewürzmischung kommen, aber da ich nicht davon zu Hause hatte, habe ich eben die vorhandenen Haselnüsse genutzt. Vermutlich ist das Originalrezept auch sehr lecker, aber ich war doch mit meiner Version sehr zufrieden. Locker, saftig und nussig- was will man mehr von einem Nusskuchen?
(Wer das Originalrezept für Cashewnuss-Cake möchte, bitte Bescheid sagen.)

Rezept

Nusskuchen

Zutaten (für eine Kastenform mit 26 cm Länge)

  • 125 g halbgesalzene Butter (max. 3% Salz)
  • 125 g Puderzucker
  • 3 Eier
  • 160 g Mehl
  • 1 Päckchen Backpulver
  • 50 g Haselnusskerne, grob gehackt
  • 3 EL frischen Orangensaft zum Tränken

Zubereitung

  • Backofen auf 240 °C (220 °C Umluft) vorheizen.
  • In einer Schüssel Butter und Zucker schaumig schlagen. Eier nacheinander dazugeben, dann das mit dem Backpulver vermischte Mehl kräftig einrühren.
  • Haselnüsse zum Teig geben, gut verrühren.
  • Teig in eine Form geben und 5 Minuten bei 240 °C (220 °C Umluft), dann ca. 40 Minuten bei 180 °C (160 °C Umluft) backen. Stichprobe nicht vergessen.
  • Nach dem Backen mit Orangensaft beträufeln.

Meine Quelle war das tolle Buch von Sophie Dudemaine „Sophie‘ s Cakes“, erschienen im Gerstenberg Verlag.

3 Comments

  1. steff

    aah, mist, hätte ich doch bei meinem letzten einkauf doch die haselnüsse mitgenommen, wie ich es eigentlich wollte. dann würde ich jetzt nusskuchen backen :)

  2. steff

    so, haselnüsse gekauft und losgebacken :) der kuchen ist wirklich sehr sehr lecker, nur musste ich bei der backzeit etwas improvisieren, weil ich eine andere form hatte. schön nussig jedenfalls und sehr einfach zuzubereiten. danke für das schöne rezept :)

  3. maike

    Es freut mich sehr, dass auch dir der Kuchen geschmeckt hat. Und ja, ab und zu muss man variieren, aber meist ist das ja ganz einfach. Schön jedenfalls, dass es bei dir soweit geklappt hat. Liebe Grüße nach Schweden : )

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