Kekse

ANZAC-Kekse – heute mal nicht ganz so frühlingsleicht

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Ich hatte es ja bereits angekündigt, dass heute das kleine und sehr feine Fastenbrechen auf uns wartet und es statt knackigem Gemüse wieder Butter und Zucker gibt. Das heißt aber nicht, dass das Projekt Frühlingsleicht schon vorbei ist, nee, nee, ich habe noch so einige leichte Rezepte in petto und morgen geht es weiter mit wenig Fett und wenigen Kalorientierchen. Also zu früh gefreut… : )

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Jedenfalls, aus aktuellem Anlass (mei, davon gibt’s aber auch einige zur Zeit, siehe hier) habe ich gestern Kekse gebacken, weil heute wiederum ANZAC-Day ist. Hä? ANZAC? Na, das heißt Australian and New Zealand Army Corps und das heutige Datum stellt einen Feiertag Downunder dar, denn am 25. April 1915 fand die Schlacht von Gallipoli statt (auch der erste Kriegseinsatz dieser…wie sagt man… Streitmacht?!) und die brachte den Australiern, Neuseeländern und auch dem Königreich Tonga viele Verluste. Also, so an Soldaten und so und deswegen ist der ANZAC-Day quasi ein Gedenkfeiertag für die Gefallenen aus der Schlacht und alle, die danach im Krieg und in peacekeeping operations umkamen. (Wikipedia weiß hier noch ein büsschen mehr.)

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Was genau das mit mir zu tun hat? Gibbets jetzt auch bald Törtchen um gefallenen Soldaten aus Europa zu gedenken? Nee, wohl eher nicht. Ich hab die Kekse aus reiner Sympathie für die Australier und ihr funderwolles Land gebacken, konnte dabei ein bisschen in Erinnerungen schwelgen und mich en petit peu als Teil von all den australischen Muttis fühlen, die ganz sicher auch gerade Haferflocken mit Butter und Zucker vermengt haben. Also ganz eigennützig die ganze Sache, vor allem, wenn man bedenkt, dass ich die Kekse auch noch essen konnte. Har har! Und um mein Fernwehgefühl noch zu unterstützen und euch eine ganz wichtige australische Person vorzustellen, höre ich jetzt gute Aussiemusic. (Hank) John Williamson fetzt jedoch immer, und sein Australia Calling löst auch so einige Erinnerungen in mir aus.

(Wer das Lied hören möchte, sucht bitte in gängigen Suchmaschinen nach Australia Calling von John Williamson.)

Und nun zum Rezept für die sehr schick chewigen und wirklich leckeren ANZAC-Kekse. Machts euch hübsch! : )

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Chewy ANZAC-Biscuits

Zutaten (für 24 Stück)

  • 90 g kernige Haferflocken
  • 60 g Weizenmehl plus 50 g Roggenmehl (oder eben 110 g Weizen)
  • 100 g brauner Zucker
  • 60 g Kokosraspel
  • 125 g Butter in Stückchen
  • 1 EL Ahornsirup oder Honig oder anderer Sirup
  • 1/2 TL Natron

Zubereitung

  1. Den Ofen auf 160°C vorheizen. Die trockenen Zutaten (Haferflocken, Mehl, Zucker und Kokos) in einer großen Schüssel vermengen. Butter zusammen mit Sirup und 2 EL Wasser erhitzen, bis die Butter geschmolzen ist. Zum trockenen Zutatengemisch geben und einen glatten Teig daraus kneten.
  2. Zwei Bleche mit Backpapier auslegen, dann aus dem Teig 24 kleine Kugeln formen, mit Abstand auf die Bleche verteilen und etwa platt drücken. Im Ofen etwa 12 Minuten backen (nicht viel länger), bis die Kekse duften und leicht golden aussehen. Auf dem Blech abkühlen lassen und auf einen Keksteller transferieren. In Gedanken an wundervolle Reisen in traumhafte Länder schwelgen.

Das Rezept habe ich aus einer australischen Kochzeitschrift, der Super Food Ideas. Nur mal so.

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2 Comments

  1. Hmmmm, Anzac Biscuits! Wenn auch ein bisschen spät und nicht ganz pünktlich zum Anzac Day muss ich die glaube ich mal nachbacken! Auch wenn ich am Anzac Day immer ein bisschen doof angemacht wurde von wegen, du als Deutsche darfst den doch gar nicht „feiern“, aber so ist das ja auch ein bisschen Völkerverständigung!

  2. maike

    Ach, die Kekse gehen doch immer. Sind einfach so fein! Und dass man solche Tage nicht feiern darf, finde ich ja doch ganz schön kleinlich, vor allem, wenn man wie du dort gelebt hat… Pah. Na ja, lass dir die Kekse schmecken! : )

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